Reise 20 - Australien Februar 2018 bis Mai 2018

Montag, 9. April 2018 - 13:45 Uhr
8. April 2018

Bereits früh ist es angenehm warm und die Sonne scheint. Tolles Geburtstagswetter, extra für Dieter bestellt. Wir haben nichts Besonderes vor. Zur Feier des Tages wollen wir uns heute Nachmittag ein Café suchen und Kaffee und Kuchen genießen. Zur Kaffeetrinkenszeit fahren wir zuerst die Cafés in Port Denison ab, werden aber enttäuscht, bereits alles geschlossen. Um 14 Uhr ist Schluss. Dann probieren wir es halt in Dongara, allerdings mit dem gleichen Ergebnis. Hier sind am Sonntagmittag nicht nur die Bürgersteige hochgeklappt, sondern auch alle Geschäfte geschlossen. Da hilft nur eine Planänderung. Vorm Wohnwagen gibt es frisch gebrühten Kaffee und Kekse dazu.

Abends rufen Uta und Rudi über Skype an um zum Geburtstag zu gratulieren und vom gestrigen Stammtisch-Treffen zu berichten.

Samstag, 7. April 2018 - 14:39 Uhr
7. April 2018

In Dongara ist Markt. Ich gehe gerne auf Märkte und somit steht schon mal ein Punkt des Tagesprogramms fest.

Auf dem Markt gibt es Stände von Hobbykünstlern mit Handarbeiten, selbst hergestellten Marmeladen, Chutneys, Flohmarktartikeln bis zu Obst, Gemüse und Pflanzen. Natürlich wird auch an die hungrigen Besucher gedacht, es gibt zu Essen und zu trinken. Für die Kinder ist eine Hüpfburg aufgebaut und eine Fee schminkt die Gesichter der Kinder. Eine Menge los in dieser kleinen Stadt, die ca. 1380 Einwohner hat.

Weiter zur Touristen-Information um etwas Ausdrucken zu lassen und uns mit Informationsmaterial zu versorgen. Die freundliche Mitarbeiterin druckt die Dokumente aus und berechnet nichts fürs ausdrucken.

Zurück am Wohnwagen wird die Aktion Herbstputz begonnen. Ein großes Spülbecken und eine Waschmaschine direkt neben dem Fahrzeug, das muss genutzt werden. Gardinen werden abgenommen und eingeweicht, Wäsche gewaschen und zwischendrin immer wieder Pause gemacht und das herrliche Wetter genossen.

Vorm Abendessen sind die Gardinen wieder aufgehängt.

Freitag, 6. April 2018 - 14:27 Uhr
6. April 2018

Kleine Überraschung am Morgen, der Kühlschrank ist abgetaut. Ob heute Nacht der Strom ausgefallen war oder die Stromstärke nicht ausgereicht hat, keine Ahnung. Jetzt erst mal alles trockenlegen und zusehen, dass alles verderbliche schnell verbraucht wird.

So unterschiedlich kann es sein. Dieter kommt zurück von der Toilette und meint: Draußen sind überall Pfauen, mindestens 10 Stück. Zehn Minuten später ist kein einziger mehr zu sehen.

Gegen Mittag kommen wir in Port Denison/Dongara an und werden eine Woche hierbleiben. Auf dem Leander Reef Holidaypark ist der Stellplatz gebucht. Wir haben ein kleines Juwel gefunden. Es gibt nur drei Stellplätze, alles andere sind Cabins. Wir haben einen großen Stellplatz, ca. 300 m2 mit Ensuite (Toilette, Dusche) dabei und zusätzlich kostenlose Waschmaschine und Wäscheleine. Das alles für 35$/Nacht.

Der Wohnwagen steht, die ersten zwei Maschinen Wäsche hängen auf der Leine, jetzt können eine kleine Rundfahrt machen und sehen, was sich seit dem letzten Aufenthalt alles geändert hat. Auf den ersten Blick sind keine großen Veränderungen sichtbar.

Es ist ideales Wetter zum Wäschetrocknen. Die erste Waschmaschinenladung ist fast fertig.

Donnerstag, 5. April 2018 - 14:15 Uhr
5. April 2018

In Westaustralien sind vom 14. April bis 29. April Ferien. Dann wird es an der Küste voll und teuer. Deshalb werden wir zuerst an die Küste fahren. Wenn die Ferien beginnen werden wir im Inland zurück nach Perth fahren. Dort wollen wir Ende April/Anfang Mai sein, um Auto und Wohnwagen zu verkaufen.

Wir verlassen Pinjarra und fahren los nach Norden. In Port Denison haben wir ab dem 6. April für eine Woche einen Stellplatz gebucht.

Das Navi möchte uns über die schnellste Strecke, den Kwinana Freeway schicken. Das wird ignoriert und es geht über Armadale, das Svan Valley auf den Brand Highway. Es war eine gute Entscheidung so zu fahren, auf dem Kwinana Freeway und dem Mitchell Freeway ist starkes Verkehrsaufkommen bzw. es staut sich.

Im Cataby Roadhaus wird die Fahrt zum Mittagessen unterbrochen. Danach geht es weiter bis zum Badgingarra Roadhaus, dem Ziel für heute.

Übrigens sehe ich hier einen Vogel, der einen Stein als Werkzeug benutzt. Der Vogel hat ein Stückchen Brot gefunden, das zu groß und anscheinend ziemlich hart ist. Er fliegt mit dem Brot im Schnabel zum Stein und fängt an, das Stückchen gegen den Stein zu klopfen. Anschließend verspeist er die auf dem Boden liegenden kleinen Teile.

Mittwoch, 4. April 2018 - 15:09 Uhr
4. April 2018

Wir haben noch nichts Bestimmtes vor und fahren erst einmal nach Mandurah. Wer begegnet uns dort, die Barmaid aus dem Quindanning Hotel. Die hat ihren freien Tag und nutzt denn zu einem Strandbesuch.

Beim Bummeln kommen wir auch an der Touristen-Info und dem Laden von Mandurah-Cruises vorbei. Mit einer Tafel wird auf die um 13 Uhr startende Lunchcruise hingewiesen. Die dauert 1,5 Stunden und führt auch durch die Kanäle der Stadt. Für Rentner kostet die Cruise 25 $, Fish & Chips können gegen Aufpreis dazu gekauft werden. Die Dame, die die Tourbuchung entgegennimmt, akzeptiert den deutschen Rentnerausweis und wir erfahren, dass sie deutsche Eltern hat, die aus Celle kommen. Sie selbst sei in Neumünster geboren.

Noch ist etwas Zeit, bevor Alle an Bord gehen. Wir sehen uns am Boardwalk um. Beim an Bord gehen werden die Essensgutscheine gegen einen Bon eingetauscht. Bevor das Schiff startet wird das Essen telefonisch geordert.

Der Skipper begrüßt die Passagiere an Bord. Drei weibliche Delphine, die regelmäßig Mandurah besuchen haben Jungtiere dabei. Zwei Kälber sind erst heute Morgen geboren. Die Skipper unterrichten sich per Funk, wer welchen Delphin wo gesichtet hat.

Wir haben Glück, alle drei Mütter mit ihren Jungtieren zeigen sich oder vor dem Boot. Für ein Foto hat es leider nicht gereicht.

Das Schiff fährt zur Marina und legt dort an. Die bestellten Fish & Chips werden vom dortigen Restaurant direkt zum Schiff gebracht. Alles frisch zubereitet und heiß geliefert.

Von der Marina aus geht die Fahrt durch die Kanäle. Vorbei an den Häusern der nicht ganz armen Leute. Bei vielen Grundstücken gehört ein Anlegesteg dazu, an dem die eine oder andere Luxusyacht vertäut ist. Der Schiffsführer macht auf eine Villa aufmerksam, die für 9 Millionen $ verkauft wurde.

Auf dem Heimweg fahren wir noch tanken. Im Moment ist Benzin, vor allem hier in Mandurah, sehr teuer. 1,47 $ der Liter. Da kann eine App wie Fuelwatch hilfreich sein. In Pinjarra kostet der Liter „nur“ 1,35 $.

Mittwoch, 4. April 2018 - 15:09 Uhr
3. April 2018

Heute klingelt ausnahmsweise mal der Wecker. Unser Auto ist beim RAC in Mandurah zum Service angemeldet. Um 8 Uhr wird die Werkstatt geöffnet und wir möchten bei den Ersten an der Annahme sein. Je eher der Service gemacht wird, um so kürzer ist die Wartezeit. Wie geplant, so funktioniert es, das Auto wird gleich in die Werkstatt gefahren und der Mechaniker beginnt mit der Arbeit.

Nach einer Stunde kommt der Kundenberater mit einem Servicereport zum Auto. „All fine“ ist das Erste was wir hören. Im Report steht, was alles gemacht wurde und was empfohlen wird, beim nächsten Mal mitmachen zu lassen. Empfohlen wird ein Wechsel der Bremsflüssigkeit, das lassen wir gleich mit machen.

Während wir warten kommen wir mit zwei jungen Männern ins Gespräch. Die Beiden kommen aus Hamburg und sind vor drei Wochen in Perth gelandet. Wie meint der Eine: In den frei Wochen sind wir nur bis Mandurah gekommen.

Nach ihrer Ankunft wurde ein Auto gekauft, dass bereits nach zwei Tagen kaputt gegangen ist. Der Kostenvoranschlag für die Reparatur war so teuer, da haben sie es lieber verkauft und sich ein anderes Auto gekauft. Mit diesem Auto sind sie jetzt hier. Eine Warnlampe leuchtet und das Problem möchten sie abklären lassen, bevor es Richtung Osten geht. Die Beiden warten noch auf das Ergebnis, als wir bereits vom Hof fahren.

Der Kühlschrank muss wieder gefüllt werden und wir fahren ins Einkaufszentrum. Dort treffen wir die Jungs wieder. Die Autoreparatur soll 750 $ kosten, den Betrag wollen die Beiden dafür ausgeben. Und dann kann die Tour nach Osten endlich starten.

Zurück am Wohnwagen genießen wir den sonnigen und warmen Tag.

Dienstag, 3. April 2018 - 14:13 Uhr
2. April 2018

Janet, die Eigentümerin, treffe ich vorm Pub. Sie genießt so früh am Morgen einen Kaffee und eine Zigarette und hat Zeit zum Unterhalten. Janet hat gemeinsam mit ihrem Mann den Pub im Dezember gekauft. Sie sind noch am Erfahrung sammeln, was den Ablauf im Hotel, Küche und Pub betrifft. Es gibt Einiges, was geändert werden soll, aber ein Schritt nach dem Anderen. Als sie erfährt, dass wir aus Deutschland kommen, interessiert sie sich dafür, ob wir uns mit ihrem deutschen Personal unterhalten haben. Den Koch und die Barmaid, die möchte sie gerne behalten.

Inzwischen ist das Gespann zur Abfahrt bereit. Barbara und Gerd verabschieden sich und fahren zurück nach Perth. Wir starten nach Pinjarra. Dort angekommen wird erst einmal an der bekannten Bäckerei angehalten. Auf die Idee sind auch andere gekommen, es herrscht Parkplatzmangel. Autos mit Wohnwagen oder anderen Anhängern stehen etwas unsortiert am Straßenrand. In der Bäckerei gibt es neben Brot und Pies übrigens auch sehr leckeres Eis.

Morgen ist unser Auto in Mandurah zum Service (Inspektion mit Öl-/Filterwechsel, etc.) angemeldet. Von Pinjarra nach Mandurah, dass ist nicht weit, deshalb buchen wir uns hier auf dem Caravanpark für drei Tage ein.
Maria, die nette Person an der Rezeption, erklärt mir, dass auch am Dienstag noch public holiday sei und deshalb ein Zuschlag von 10$ auf den heutigen Tag fällig ist. Somit kostet der Stellplatz 47 $, die nächsten Nächte jeweils 37 $.

Dienstag, 3. April 2018 - 14:13 Uhr
1. April 2018

Ganz links im Bild, das ist unser Gespann.

Barbara und Gerd kommen heute mit dem Motorrad nach Quindanning. Die Beiden werden um die Mittagszeit hier sein. Wir sitzen noch im Wohnwagen als Dieter meint: das ist Gerds Motorrad. Ein Blick aus der Tür – er hat es richtig erkannt. Etwas durchgefroren steigen die Zwei ab. Die Temperaturen sind noch im einstelligen Bereich. Ein heißer Kaffee tut gut, auch um sich die Hände an der Tasse zu wärmen.

Barbara und Gerd checken im Hotel ein, anschließend treffen wir uns im Garten. Heute ist nicht so viel Betrieb wie gestern und es bleibt Zeit für einen Plausch mit dem Personal. Im Pub haben drei deutsche Backpacker einen Arbeitsplatz gefunden. Ein Mädel hinter der Bar, eines im Service und ein deutscher Koch in der Küche.

Zur Unterhaltung der Gäste spielt vor dem Pub ein Duo, die Kinder können sich auf einer Hüpfburg austoben oder sich beim Facepainting in was auch immer verwandeln.

Wir testen schon mal das Essen. Die Portionen sind groß – und es schmeckt. Das Mädel, das uns das Essen bringt, kommt aus Freiburg. Sie ist vollkommen zufrieden mit ihrem Job. Soviel Geld wie sie hier bekommt, kann sie in Deutschland nie verdienen, so ihre Aussage.

Wir verbringen bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen einen schönen Tag. Ab 18 Uhr spielt im Garten eine Band Country Rock der 50iger und 60iger Jahre. Am Anfang hat man das Gefühl, die Band hat lange nicht zusammengespielt und muss sich erst neu aufeinander abstimmen. Das gibt sich aber, es gibt eine Steigerung von Stück zu Stück.

Dienstag, 3. April 2018 - 14:12 Uhr
31. März 2018

Wayne klopft an die Tür. Er möchte sich verabschieden bevor er arbeiten geht. Ihm gehört hier in Katanning ein Hardware-Laden. Nach der Verabschiedung von Wayne läuft die übliche Routine ab. Frühstück, Abwasch, alles verstauen, den Wohnwagen anhängen, Lichter überprüfen, die Fahrt kann los gehen, bis zur Tankstelle. Den Liter Benzin für 1,299 $, das ist sehr günstig und muss ausgenutzt werden. Mit dem Gespann fahren wir zu Waynes Laden, wenigstens mal ansehen, was er sich in fast 30 Jahren aufgebaut hat.

Das Ziel für die nächsten drei Nächte ist der Quindanning Pub. Bis jetzt haben Alle, denen wir von unserem Ziel erzählt haben, nur positiv reagiert. Toller Pub, gutes Essen, lohnenswert. Wir sind gespannt, den Pub kennen wir noch nicht.

Es ist kurz nach 12 Uhr, als wir nach Narroging kommen. Und was sehen wir, eine Alkoholkontrolle. Wird auch Zeit, in diesem Jahr sind wir noch nicht kontrolliert worden. Ein einzelner Polizist führt die Kontrolle durch. Test bestanden, kein Alkohol. Bevor wir weiterfahren möchte der Polizist noch wissen, was wir an Ostern machen. Uns mit Freunden im Quindanning Pub treffen und Livemusik hören. Nice Pub und good luck, ist die Antwort.

Good luck verstehen wir, als wir am Pub ankommen. Dort ist die Hölle los. Heute ist auch noch Pferderennen in Quindanning. Der Parkplatz ist voll, nicht nur Autos auch viele Motorräder sind abgestellt. Keine Chance für das Gespann einen Platz zu finden, es wird ein Stück entfernt am Straßenrand abgestellt.

In dem Gewühl ist es nicht einfach Janet zu finden. Bei der hatte ich angefragt, ob es möglich ist einen Stellplatz mit Strom zu bekommen. Sie ist sehr beschäftigt und meint, sie wird ihren Mann anrufen, der sagt uns dann, wo der Verteiler ist. Bis dahin sollen wir es uns gemütlich machen. Tun wir und bestellen was zu Essen. Bei der Bestellung wird gleich darauf hingewiesen, dass die Küche mit den Bestellungen nicht nachkommt und es eine Stunde dauern kann, bis das Essen kommt. Es war eine vorsichtige Schätzung, nach 1,5 Stunden steht das Essen auf dem Tisch.

In der Zwischenzeit hat Dieter mit Janets Mann gesprochen, der die Aussage seiner Frau bezüglich Stromanschluss nicht kennt und meint, es gibt keinen Strom, sie seien kein Caravanpark und der Stellplatz sei kostenlos. Nach Rücksprache mit seiner Frau findet sich doch eine Lösung. Wir sollen den Wohnwagen an den rückwärtigen Zaun fahren und ein Kabel über den Zaun werfen. Strom gibt es dann aus der Shed.

Inzwischen sind weitere Camper eingetroffen und der Parkplatz leert sich langsam. Dieter geht schon mal los, das Gespann holen und provisorisch einzuparken. Nachdem wir gegessen haben, erfolgt das eigentliche Einparken.

Die anderen Camper kommen uns bekannt vor. Natürlich, Nola und Peter, Daryl und June haben wir bereits in Bridgetown gesehen.


Zur Happy Hour treffen sich die Camper im Pub.

Dienstag, 3. April 2018 - 14:12 Uhr
30. März 2018

Heute Morgen ist es bewölkt, sieht noch nicht nach einem sonnigen Tag aus. Was nicht ist kann ja noch werden. Wir überlegen uns, die gestern abgebrochene Rundfahrt heute nachzuholen und fahren zuerst nach Kojonup. In der Stadt sind, obwohl Feiertag, einige Läden geöffnet. Mit einer an der Hauptstraße gelegenen Galerie fangen wir an und kommen mit der Besitzerin ins Gespräch. In ihrer Jugendzeit war sie in Deutschland und hat u. A. am Bodensee in einer Disco gearbeitet.

Kunst macht durstig, in der Bäckerei wird ein Kaffee to go geholt. Das Getränk ist so heiß, dass Dieter sich die Finger verbrennt. Gut, dass es „nur“ die Finger sind, Speiseröhre wäre schlimmer.

Über Nebenstraßen geht die Fahrt weiter und schließlich über Broomehill wieder zurück nach Katanning. Am Ende sind wir mal eben 200 Kilometer gefahren.

Auf dem Caravanpark sind einige neue Gäste angekommen, die alle im vorderen Bereich stehen. Wo einer steht, da stellen sich alle hin.

Montag, 2. April 2018 - 14:19 Uhr
29. März 2018

Morgen ist Karfreitag, auch in Australien ein Feiertag. Einer der wenigen Feiertage an denen die meisten Geschäfte geschlossen sind. Ein Grund den Ostereinkauf bereits heute zu erledigen. Es ist viel Betrieb, aber lange nicht so hektisch wie in Deutschland. Mit den Einkäufen wieder zurück zum Wohnwagen und alles verstauen. Ostern kann kommen.

Heute Abend will unser Nachbar Wayne mit einer Flasche Wein vorbeikommen. Die letzten zwei Tage hat er mit seiner Frau Michelle zu Hause in Donnybrook verbracht. Michelle hat die nächsten Tage frei und bleibt zu Hause, während er zum Arbeiten wieder nach Katanning kommt.

Alle anstehenden Arbeiten sind erledigt. Die Sonne scheint, der Himmel ist blau, das richtige Wetter um sich noch ein wenig die Gegend anzusehen. Wir sitzen im Auto und sind ca. 15 Kilometer vom Ort entfernt, als eine SMS ankommt. Absender ist „Yogi“: Bin in 20 Minuten zu Hause. Wollen wir uns treffen? – Gerne! An einer übersichtlichen Stelle wird umgedreht und wieder zurückgefahren. Gleichzeitig geht mir durch den Kopf: wenn er in 20 Minuten zu Hause ist, dann soll er sich erst einmal etwas erholen und ich schlage Treffen in einer Stunde vor. Schnell ist die Antwort da: in einer Stunde muss ich schon wieder arbeiten! Gut, dann fahren wir gleich hin, die Adresse mit Anfahrtsbeschreibung kommt per SMS.

Ohne Probleme finden wir die Einfahrt zum Grundstück. „Yogi“ wartet bereits neben dem neuen „Pilotcar“, dass von seiner Frau Amanda gefahren wird. „Yogi“, so heißt er nur in der Fernsehserie, sein richtiger Name ist Glen. Glen ist eben aus Geraldton zurückgekommen und muss heute Abend weiter nach Esperance, da wartet der nächste Auftrag. Es ist die Zeit vor der Einsaat, da gibt es für ihn, der sich besonders mit dem Transport von Erntemaschinen auskennt, besonders viel zu tun. Toll, dass er sich trotzdem die Zeit für uns nimmt. Nach dem Auftrag fährt die ganze Familie in den Osterurlaub, nach Albany.

Amanda kommt kurz zum Hallo sagen vorbei und fährt dann die Kinder abholen. Während wir uns mit Glen unterhalten kommt seine Schwiegermutter mit drei weiteren Kindern angefahren. Wenn Glen und Amanda gemeinsam unterwegs sind, dann betreut Oma die Kinder.

Glen ist selbstständiger Transportunternehmer und besitzt einen 1995er Kenworth Truck und einen Tieflader. Amanda meint, es ist ein gut gewartetes Gespann. Wenn etwas kaputt geht, Glen repariert es.

Eine knappe Stunde sind wir bei der Familie. Natürlich haben wir auch was mitgebracht. Was schenkt man einem Trucker? Ein Modellauto – und zwar einen deutschen Werbetruck. Wir haben zwei dabei, einen für Glen und einen für seinen Sohn. Die Mädels bekommen auch eine Kleinigkeit. Mit den Autos haben wir, so sieht es für uns aus, genau das Richtige getroffen. Glens Auto kommt gleich ins Führerhaus. Die Arbeit ruft, wir verabschieden uns. War super, das es zu einem Treffen gekommen ist.

Glen und Amanda sind genau nett, natürlich und sympathisch wie in der Fernsehserie.

Wie angekündigt kommt abends Wayne mit einer Flasche Wein vorbei. Er hat keine Lust sich sein Essen selbst zu kochen und lädt uns zu Fish und Chips in seinen Wohnwagen ein. Australier sind sehr aufgeschlossen und mitteilsam. Im Laufe des abends lernen wir aus der Erzählung von Wayne seine ganze Familie kennen.

Donnerstag, 29. März 2018 - 10:38 Uhr
28. März 2018

Das wir mehre Tage in Katanning sind und uns auf dem Weg hierher Zeit gelassen haben, das hat seinen Grund – ein Treffen mit dem Outback-Trucker „Yogi“. Bis jetzt hat es sich noch nicht ergeben, da „Yogi“ viel unterwegs war/ist. Von einer Truck-Show in Adelaide ist die Familie erst am Sonntag wieder zurückgekommen. Im Laufe der Woche ergibt sich, hoffentlich, die Möglichkeit zu einem Treffen.

Barbara hat gestern Abend angerufen und gefragt, wo wir sind und was wir an Ostern machen. Bis jetzt ist noch nichts geplant. Sie fragt, ob wir Lust auf eine gemeinsame Unternehmung haben. Und wenn ja, auf was. Schwierige Frage. Wir einigen uns darauf, dass jeder für sich recherchiert und dass wir anschließend telefonieren.

Heute Morgen telefonisch geklärt, wir treffen uns am Sonntag im Quindanning Hotel. Da ist abends Livemusik. Barbara und Gerd kommen Sonntag, wir werden bereits am Samstag anreisen.

Ich habe gelesen, dass es am Quinny möglich ist, kostenlos zu campen. Wir brauchen aber eine zugängliche Toilette und wenn möglich Strom. Das heißt, erst einmal in Erfahrung bringen, ob das möglich ist. Ansprechpartnerin im Pub ist Janet. Eine Email mit der Frage nach Toilette und Strom wird abgeschickt. Die Antwort kommt schnell, das sei kein Problem. Strom wird normalerweise nicht zur Verfügung gestellt, aber bei uns wird eine Ausnahme gemacht. Prima, dann sehen wir uns am Samstag.

Wäsche auf dem Caravanpark waschen kostet für Kaltwäsche 6 $, das ist bis jetzt das Teuerste. Inzwischen ist schon wieder so viel Wäsche angefallen, dass es zwei Ladungen benötigt werden. Da ist es günstiger im Waschsalon zu waschen. Dort sind Waschmaschinen, die eine größere Wäschemenge aufnehmen, da kann alles mit einer Ladung gewaschen werden. Es dauert eine Stunde, dann ist alles gewaschen und getrocknet.

Es ist wieder Zeit für den Stammtisch-Newsletter mit der Einladung zum April-Stammtisch. Ostern ist noch vor dem nächsten Treffen, für die Ostergrüße benötigen wir noch ein Bild. Bis ein entsprechendes Bild gefunden ist, die Texte geschrieben, das dauert seine Zeit. Endlich ist alles versandbereit. Nun noch auf „verschicken“ drücken, dann ist das Schreiben für heute beendet. Internet in Australien und Schnelligkeit, das ist ein endloses Thema. Es dauert eine Weile, bis die Newsletter versandt sind.

Dienstag, 27. März 2018 - 14:47 Uhr
27. März 2018

Direkt neben dem Caravanpark ist ein „Community Garden“, der hier mit Obstbäumen, verschiedenen Gemüsesorten, Salaten und unterschiedlichen Kräutern, besonders die Kräuterliebhaber kommen hier voll auf ihre Kosten. Jeder kann sich hier bedienen. Das ist was für mich, ein Salat und viele unterschiedliche Kräuter wandern in den Kühlschrank.

Bis Katanning sind es ca. 70 Kilometer, da können wir uns Zeit lassen. Sind um die Mittagszeit da, buchen einen Platz für drei Nächte und stellen den Wohnwagen ab. Wobei wir erst etwas irritiert sind, wie der Platz angefahren werden soll. Auf den meisten Caravanparks muss, wenn vorhanden, neben der Betonplatte geparkt werden. Hier ist das nicht so ganz klar, manche stehen neben der Platte, andere auf der Platte. Am Ende steht der Wohnwagen neben der Betonplatte, Tisch und Stühle auf dem befestigten Untergrund.

Nun erst einmal einkaufen und anschließend die Einkäufe wieder verstauen.

Danach ist Zeit zum lesen, Kaffee trinken und einen schönen Nachmittag bzw. Abend verbringen.


Dienstag, 27. März 2018 - 14:44 Uhr
26. März 2018

Dumbleyung ist das heutige Ziel. Kurz vorm Ort sehen wir den Hinweis „Cambinata Yabbies“. Dort haben wir schon mehrmals leckere Yabbies = Süßwasserkrebse gekauft. Blinker raus und abbiegen. Am Ende der Zufahrt, vor mehreren Gebäuden wird gestoppt. Kein Mensch zu sehen, gehen wir mal in der Shed nachsehen. Aus dem hinteren Teil sind stimmen zu hören und wir machen uns bemerkbar. Schon kommt ein Mann und heißt uns willkommen. Aus Deutschland kommt ihr, meine Vorfahren auch, meint Paul. So etwas hatten wir uns schon gedacht, Nenke ist kein typisch australischer Name. Nein, eine Führung brauchen wir nicht, waren ja bereits zweimal hier.

Wir möchten gerne Krebse zum Abendessen mitnehmen. Im Moment laufe das Geschäft mit den Yabbies sehr gut, auch wegen des bevorstehenden Osterfestes.
Paul geht nachsehen, was noch vorrätig ist. Nichts mehr da. Er kann uns aber, wenn gewünscht, die Krebse frisch kochen. Da sagen wir nicht nein. Nach 20 Minuten kommt Paul mit den frisch zubereiteten Yabbies zurück. Er hat noch ein paar große als Zugabe oben draufgelegt.

In Dumbleyung führt der erste Weg ins Shireoffice, zum einbuchen auf dem Caravanpark. Einen Platz können wir wieder aussuchen, im Moment ist nicht viel Betrieb.

Alles ist wohnfertig, wir machen eine Fahrt zum Lake Dumbleyung. Das Außergewöhnliche in diesem Jahr, der Salzsee ist mit Wasser gefüllt. Bei den letzten beiden Besuchen war es eine ebene Salzfläche.
Auf diesem See hat im Jahr 1964 Donald Campbell, ein mehrfacher Weltrekordhalter sowohl auf dem Land wie im Wasser, einen neuen Rekord für Wasserfahrzeuge aufgestellt. Mit der Bluebird hat er eine Geschwindigkeit von 444,71 Kilometer/Stunde erreicht.

Abends ein Besuch im Pub. Ein schöner Abend mit netten Gesprächen.

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